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Coronavirus lässt Logistik-Angebotsmieten sinken
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Die Corona-Krise hat auch die Nachfrage nach Logistikimmobilien beeinträchtigt. Immoscout24 verzeichnet zu Beginn der Corona-Pandemie im März deutschlandweit deutlich weniger Kontaktanfragen für Logistikflächen zur Miete. Seit April erhöht sich der Wert wieder, liegt allerdings immer noch um 5,7 % unter dem Höchstwert zu Jahresbeginn. Dabei liegt die Summe der Kontaktanfragen im ersten Halbjahr 38,3 % über dem Vorjahreswert. Immoscout-Chef Thomas Schroeter spricht deshalb von einem "kurzfristigen Corona-Dämpfer." Dieser machte sich allerdings auch in den bei Immoscout ausgewiesenen Angebotsmieten für Logistik- und Lagerflächen bemerkbar: Deutschlandweit sind diese seit Jahresbeginn bis Juni um 8,6 % gesunken und lagen 3,4 % unter dem Vorjahresniveau. Während der Kontaktbeschränkungen hatten Logistikmakler von einer gewachsenen Nachfrage durch Online- und Lebensmittelanbietern sowie einem Trend zur Rückverlagerung von Produktion nach Deutschland berichtet und in der Folge steigende Logistikmieten erwartet.

 

Zahl der Bürobeschäftigten steigt - auch auf dem Land

Wegen der jahrelang steigenden Büromieten wichen viele Unternehmen aus den Innenstädten in benachbarte Kreise aus, zeigt eine neue Studie des IW Köln. Die stärksten Anstiege der Bürobeschäftigtenzahl zwischen 2012 und 2019 verzeichneten die Kreise Schwabach, Regen (je +78 %) und Bayreuth (+ 73 %). Aber auch die Kreise um die größten sieben Büromärkte legten zu. In den Top 7 selbst gab es ebenfalls deutliche Zuwächse, zwischen 42 % in Berlin und 23 % in Düsseldorf. Den höchsten Anteil der Bürobeschäftigte an allen Erwerbstätigen weist Frankfurt auf mit knapp 50 %. Zwischen 2012 und 2018 ist die Zahl der Bürobeschäftigten um knapp 3 Mio. auf 14,8 Mio. gestiegen. Die Corona-Krise könnte den Trend zur Dezentralisierung verstärken, so die Studienautoren, allerdings dürfte die Büronachfrage insgesamt sinken, auch durch die steigende Bedeutung von Homeoffice.

 

Gastgewerbe berappelt sich ganz langsam

Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Mai haben wie erwartet Auswirkungen auf den Umsatz im Gastgewerbe gezeigt. Dieser lag nach Kalender- und Saisonbereinigung real um 44,9 % über den Ergebnissen von April, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht. Aber er liegt noch 65 % unter dem Wert von Februar, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland und um 64 % unter dem Wert vom Mai 2019. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen müssen im Vergleich zum Vorjahresmonat real 80 % niedrigere Umsätze hinnehmen, die Gastronomie - 54,6 %.

 

Immowelt: Mietpreisbremse zeigt wenig Wirkung

Die Wohnungsmieten in deutschen Großstädten sind laut einer Untersuchung von Immowelt trotz der seit fünf Jahren geltenden Mietpreisbremse weiter gestiegen. In manchen Städten wie Berlin ging der Anstieg sogar ungebremst weiter. Dort stiegen die Angebotsmieten im Zeitraum von 2010 bis 2015, also vor Einführung der Bremse, um 44 %, und im Zeitraum von 2015 bis 2020 ebenfalls um 44 %. In München (31 % zu 30 %) und Stuttgart (27 zu 24 %) zeigte die Bremse ebenfalls kaum eine Wirkung, in Düsseldorf stiegen die Mieten seit 2015 mit +24 % sogar stärker als zuvor (16 %). Es gibt aber auch Städte, in denen das Mietwachstum deutlich begrenzt wurde, etwa Hamburg (14 nach zuvor 29 %) oder Freiburg (12 nach zuvor 25 %). Insgesamt betrachtete Immowelt 40 Städte. In 39 davon stiegen die Mieten seit Einführung der Bremse weiter, in 37 davon zweistellig.

 

Corona verändert Wohnbedürfnisse

Künftig werden nach Einschätzung von JLL verstärkt qualitativ hochwertige, größere Wohnungen bzw. solche mit mehr Zimmern, mit Balkon oder Zugang zu Grünflächen nachgefragt. Dies sei eine direkte Folge der Corona-Restriktionen und der größeren Bedeutung von Homeoffice. In Wohnungsmärkten mit hohem Preisgefälle zwischen Stadt und Umland könnte sich die Nachfrage vermehrt in umliegende Areale ausdehnen, etwa in München, Köln und Düsseldorf. In Stuttgart oder Dortmund jedoch sei der Preisunterschied zum Umland geringer. Veränderungen bei den Bedürfnissen hat JLL auch in einer Umfrage unter seinen Mitarbeitern in Deutschland in der ersten Junihälfte festgestellt. Hier gab mehr als ein Drittel an, aufgrund der Erfahrungen während der Covid-19-Krise Veränderungen an der jetzigen Wohnsituation vornehmen zu wollen. An Bedeutung gewonnen hätte besonders der Zugang zu privaten Außenflächen, der für 61 % relevant ist. Allerdings wollten lediglich rd. 10 % der Befragten aus dem Stadtgebiet ins Umland ziehen.

 

Logistik-Flächenumsatz im 1. Halbjahr unterdurchschnittlich

Die Logistikmakler melden für das 1. Halbjahr eher schwache Vermietungsaktivitäten. CBRE ermittelte im Vorjahresvergleich ein Minus von 10,7 % und in summa 2,95 Mio. m², BNP Paribas Real Estate einen 17-prozentigen Rückgang auf 2,73 Mio. m². Laut Colliers International bedeuten die 1,2 Mio. m² Gesamtumsatz noch eine leichte Steigerung. In Alarm versetzen die Zahlen keines der Maklerhäuser. BNP sieht im langjährigen Vergleich lediglich eine "Delle". Zwar hätten besonders exportorientierte Branchen die Krise mit voller Wucht zu spüren bekommen, doch sei die Flächennachfrage in weiten Teilen durch Trends wie das Wachstum des E-Commerce ausgeglichen worden. CBRE führt die Rückgänge vor allem auf die Zeit noch vor dem Lockdown zurück. Tatsächlich habe sich die Corona-Pandemie nur sehr gering auf den Markt ausgewirkt. Colliers bemerkt, dass pausierte Anmietungsvorhaben aktuell wieder in Gang gesetzt würden, die "allgemeine Unsicherheit" aber weiterbestehe. Einig sind sich die Makler darin, dass die Flächenknappheit in den nachgefragtesten Logistikregionen anhält. Mancherorts seien die Mieten im 1. Halbjahr deshalb trotz Corona noch gestiegen.

 

Wohnungsmieten steigen im 1. Halbjahr trotz Corona weiter

Die Angebotsmieten für Wohnungen in den deutschen Top-Märkten sind im 1. Halbjahr laut Auswertungen von JLL und Colliers International weiter gestiegen, allerdings unterschiedlich stark. Für die Top 8 kommt JLL auf ein durchschnittliches Plus von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht genau dem Fünfjahresschnitt, liegt aber deutlich über dem Anstieg im Vorjahr (+2,3 %). Die Covid-19-Krise habe zwar teilweise zu kurzfristigen Rückgängen im Angebot, nicht aber zu signifikanten Preiseffekten geführt, so JLL. Die höchsten Anstiege beobachtete JLL in Berlin (+6,6 %) und Stuttgart (+5,8 %). In Berlin legten allerdings hauptsächlich die besseren Mietangebote und die Neubaumieten zu, während es im unteren Preissegment einen Rückgang um 4,7 % gab. Das sei ein deutlicher Effekt des Mietendeckels, folgert JLL. In Stuttgart war das niedrige Fertigstellungsniveau der Preistreiber. Der Colliers-Bericht zeigt für die Top 5 bei den Neuvermietungen im Bestand Preissteigerungen von 1 bis 3 % und einen Rückgang in Berlin. Bei den Erstvermietungen im Neubau sanken die Preise um 1 bis 2,8 % im Vergleich zum Jahresende 2019.

 

Bauaufträge gehen während Corona um 13,3 % zurück

Der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2020 saison- und kalenderbereinigt 5,7 % niedriger als im April 2020. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, wurde ein Rückgang um 13,3 % verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das reale Minus 8,4 %, nominal waren es mit rd. 6,7 Mrd. Euro 10,6 % weniger. Der Umsatz lag im Mai mit 8,0 Mrd. Euro 0,5 % unter Vorjahresniveau, der Hochbau verzeichnete mit 4,3 Mrd. Euro ein Minus von 1,2 %.

 

 

Quelle: thomas dailly gmbh

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